Verabschiedung von Diakon Bucka

Platzreservierungskarte für den Verabschiedungs-GottesdienstEndlich war es so weit. Nachdem die Verabschiedung von Diakon Thomas Bucka in den Ruhestand wegen der Pandemie schon zweimal verschoben werden musste, konnte sie am 9. Mai gefeiert werden. Pfarrer Mario Ertel konnte in der nach Corona-Regeln „voll“ besetzten Kirche, neben den über YouTube zugeschalteten Gästen, auch eine Reihe Vertreter der Kirchen und der Politik begrüßen.
 
Diakon Thomas BuckaZum dritten Mal hat Thomas Bucka eine Predigt für diesen Tag vorbereitet und hatte jeweils ein anderes Thema. Diesmal nahm er sich seinen Konfirmationsspruch vor. Sein Vater, der ihn konfirmierte, hat diesen Spruch vor über 50 Jahren für ihn ausgesucht. Paulus schrieb, ehe er nach Rom reiste, einen Brief an die dortige kleine Gemeinde, um sie im Glauben zu stärken: „Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben“.
Luther sagte über diesen Brief: „Er ist so wichtig, wie das tägliche Brot“. Für Thomas Bucka nahm dieser Spruch immer mehr an Bedeutung zu. Er sieht darin den Zusammenhalt in einer Gemeinschaft, der man angehört, in der man sich wohl fühlt und zu der man Vertrauen hat und betont, wie wichtig das für einen Menschen ist. Er und seine Frau haben in beiden Gemeinden, in Büchenbach und in Roth, diese Gemeinschaft erleben dürfen. Sie fanden offene Ohren und offene Arme, was sich auch in der letzten Zeit, während der Pandemie zeigte. Er bedankte sich auch bei der Rummelsberger Bruderschaft, die ihn während seiner Amtszeit begleitete und bei den katholischen Brüdern und Schwestern, zu denen immer ein gutes Verhältnis bestand. Als er vor 13 Jahren nach Büchenbach kam, fand er Unterstützung bei Dekan Stiegler und Pfarrer Nötzig, die ihm das Amt einer Pfarrstelle mit Predigtdienst zutrauten. Der Kirchenvorstand und die Gemeinde boten ihm immer Rückhalt. Die Zusammenarbeit mit Pfarrer Mario Ertel, Pfarrsekretärin Kerstin Ramming und Mesner Ottmar Schön machte Freude und war immer gut. Allen sprach er ein herzliches Dankeschön aus. Seine eindringliche und bewegende Predigt beendete er mit den Worten: „Schämen wir uns nicht das zu tun, was wir vermögen“.
 
Dekanin SachsDekanin Sachs setzte vor ihre Ansprache den Liedtext „Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist“. Neue Wege, die Thomas Bucka einschlug, als er vor 13 Jahren zu uns kam, und neue Wege, die er jetzt im Ruhestand antritt. Er hat alle Aufgaben übernommen, in die Gott ihn hineingestellt hat. Er war vertrauensvoll, gelassen, zugewandt und bereit für alles, was anstand. Als einer der Ersten ging er neue Wege als Diakon auf einer Pfarrstelle. Er konnte zuhören, war stets freundlich, vertrauensvoll und für die Gemeinde da. An die Gemeinde wandte sich die Dekanin mit den Worten: „Vertraut, dass Gott mit euch neue Wege geht mit der neuen Pfarrerin, Frau Schwarz-Biller und auch nach Corona“.
 
Rektor SchübelRektor Schübel von der Rummelsberger Bruderschaft würdigte den dienstlichen Weg des Diakons. Nun sei der Augenblick da, wo man sagen kann „mission accomplished“ – Dienst erfüllt. Bei seiner Einsegnung bekam er den Spruch aus dem Kolosser Brief von Paulus mit „Blicke auf deinen Dienst, welchen du empfangen hast, dass du ihn erfüllst.“ Der Dienst Buckas führte ihn von der Kreuzkirche in Nürnberg nach Nördlingen, wo er auch heilpädagogischer Gruppenleiter an einer Tagesstätte eines Kinderheims war. Er war doppelt einsetzbar, sozialfachlich und theologisch. Als er nach Roth kam, war er Mitglied der Ethikkommission in der Kreisklinik. Sein erster Schwerpunkt in der Rother Gemeinde war die Jugendarbeit, der zweite die Arbeit mit Senioren. Seit 2007 war er in Büchenbach und auch hier in Glaubens- und Lebensfragen immer für die Gemeinde da. Rektor Schübel zählte eine lange Liste positiver Charaktereigenschaften von Thomas Bucka auf. Von Kindheit an habe ihn der Geist Gottes ganz und gar erfüllt. Gott segne ihn auf seinen weiteren Wegen.
 
Es folgte das Verlesen der Ruhestandsurkunde, die der Landesbischof der evangelischen Kirche in Bayern, Dr. Heinrich Bedform-Strohm, bereits am 8. November 2020 ausgestellt hatte. Nun war Thomas Bucka offiziell befreit von allen dienstlichen Pflichten. Besiegelt wurde es von Dekanin Sachs und Rektor Schübel segnen Gis und Thomas Bucka mit einem gemeinsamen Gebet, dem Segen und guten Wünschen für die Zukunft. Die Dekanin forderte die Büchenbacher Gemeindemitglieder auf, für ihn, seine Frau und seine Familie zu beten.
 
 
 
Es folgten die Grußworte.
Landrat EcksteinLandrat Eckstein hoffte, dass er von Thomas Bucka, wie von manchem Pfarrer im Unruhestand, ab und zu nochmal eine Predigt hören kann.
 
 
Bürgermeister Bautz Bürgermeister Bauz würdigte sein Wirken und das seiner Frau, das in Büchenbach viele Spuren hinterlassen hat.
 
 
Bürgermeister EdelhäusserBürgermeister Edelhäusser bedankte sich vor allem für seinen Einsatz in Rothaurach. Er half eine Einheit zwischen weltlicher und kirchlicher Umgebung zu gestalten. 
 
 
Pfarrgemeinderatsvorsitzender Norbert VasoldFür die katholische Kirche sprach Pfarrgemeinderatsvorsitzender Norbert Vasold. Er bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit und bezeichnete ihn als einen Seelsorger, der immer weiß, wo er benötigt wird.
 
 
 
Lothar BuddeIm Namen des Büchenbacher Kirchenvorstands bedankte sich Lothar Budde für die Zusammenarbeit, die von Menschlichkeit und gegenseitigem Respekt geprägt war. Er stellte vor allem sein immer offenes Ohr für Senioren heraus, seine kreativen Ideen, seinen Einsatz für Rothaurach und den Grünen Gockel.
 
 
Dr. Rösch vom Rother Kirchenvorstand„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Verzagtheit, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Dieser Satz von Paulus aus seinem Kolosserbrief kennzeichne die Arbeit des Ehepaars Bucka, war die Meinung von Dr. Rösch vom Rother Kirchenvorstand.
 
Den Abschluss übernahm eine kleine Gruppe des Kirchenchors, die den feierlichen Gottesdienst musikalisch umrahmt hatte und dabei von Christine Tröger mit der Flöte und Ursula Traxler an der Orgel unterstützt wurde. Sie sang das Lied „Geh unter Gnade, geh mit Gottes Segen.“