Karl-Barth-Jahr

Reformierte und lutherische Kirchen erinnern 2019 mit einem Karl-Barth-Jahr an den Schweizer evangelischen Theologen. Karl Barth hatte 1919 mit seiner Auslegung des Römerbriefes aus dem Neuen Testament der Bibel sein erstes theologisches Werk veröffentlicht.

Karl BarthGegen Adolf Hitlers Aufstieg zur Macht und der ideologischen und organisatorischen Gleichschaltung des öffentlichen Lebens samt der evangelischen Kirche wehrte sich Karl Barth. Bereits im Juni 1933 greift Barth öffentlich in die Auseinandersetzung des deutschen Kirchenkampfs ein, seine Schrift "Theologische Existenz heute!" wird innerhalb eines Jahres 37.000 Mal verbreiteten. Und schließlich von den Nationalsozialisten verboten.
1934 wird zu einem entscheidenden Jahr für Karl Barth im Kampf gegen den Nationalsozialismus: er weigert sich, den Amtseid auf Adolf Hitler abzulegen und gründete zusammen mit einer kleinen Gruppe anderer Protestanten die "Bekennende Kirche". Im Wesentlichen zusammen mit Hans Asmussen und Thomas Breit verfasst Karl Barth die "Barmer Theologische Erklärung", die auf der ersten Bekenntnissynode am 31. Mai 1934 von 139 Vertretern aus 18 Landeskirchen einstimmig angenommen wird.